Stand beim Maifest des DGB am 1. Mai 2017

Das Bündnis UmFAIRteilen Mannheim war mit einem Stand beim Maifest des DGB Nordbaden am 1. Mai 2017 auf dem Marktplatz in Mannheim vertreten. So konnten wir unser Anliegen breiter bekannt machen und für das Bündnis werben.


Unter der Forderung “Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle“ hat sich Ende 2016/Anfang 2017 erneut ein sehr breites bundesweites Bündnis zusammengeschlossen und einen Aktionsplan für den Bundestagswahlkampf vorgelegt. Zum Bundesbündnis gehören u.a. ver.di, GEW, attac, Oxfam, AWO, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Nationale Armutskonferenz, der Deutsche Mieterbund sowie über 20 weitere bundesweit aktive Organisationen aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen.

Artikel “Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle” in “FRAU aktiv”, Frühjahr 2017

Foto aus FRAU aktiv

Zweifellos hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz mit dem Schlagwort „Soziale Gerechtigkeit“ etwas angestoßen, das jetzt so, als ginge es um völlig neue Fragen, von den Medien breit aufgegriffen wird. Doch die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft hat benennbare Ursachen und eine Geschichte, die zu kennen sich lohnt.

Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftsfundamentalismus
Während „Umverteilen“ schon als Wort nicht besonders sexy klingt, ist die „Soziale Gerechtigkeit“ ein weithin akzeptierter Begriff – weil sich alles Mögliche hineinstecken lässt. Aber was genau kann und soll er beinhalten? Artikel von Usch Kiausch, Bündnis UmFAIRteilen Mannheim, bei “FRAU aktiv” auf Seite 3 bis 5 mehr…

Veranstaltung am 11.5.2017: “Armut-Reichtum-Demokratie”

Vortrag und Diskussion mit Prof. Jörg Reitzig

Donnerstag, 11. Mai 2017, um 19.30 Uhr
im Ver.di Gewerkschaftshaus, Ludwigshafen, Kaiser-Wilhelm-Str. 7

Jede/r Sechste gilt in Deutschland inzwischen als arm. Das betrifft rund 13,4 Millionen Menschen. Über die Armen weiß die Wissenschaft inzwischen viel zu berichten. Kein Wunder, denn wer arm ist, muss sich in vielerlei Hinsicht durchleuchten lassen. Das betrifft die finanziellen Verhältnisse ebenso wie die Wohnverhältnisse und biografische Daten.

Über Reichtum hingegen wissen wir wenig. Und Reiche selbst haben zumeist ebenso wenig Interesse, etwas über sich preiszugeben. Der „Fünfte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung“, dessen Veröffentlichung gerade vorbereitet wird, soll dazu beitragen, das Thema Reichtum besser in den Blick zu nehmen, als das bislang der Fall war.

Doch schon im Vorfeld der Veröffentlichung machte der Bericht in dieser Hinsicht Negativschlagzeilen. In einer ersten Fassung des Berichts war noch zu lesen, dass „sozial benachteiligte Gruppen merken, dass ihre Anliegen kein Gehör finden und sich deshalb von der Politik abwenden – die sich in der Folge noch stärker an den Interessen der Bessergestellten orientiert.“ Nach „Überarbeitung“ durch Ministerien und Kanzleramt war nicht nur diese Passage verschwunden.

Auch Forschungsergebnisse zum Einfluss von Lobbyarbeit fehlten. „Diese Aussagen waren der Regierung wohl zu heikel“, so titelte die FAZ.

Anlass genug, die Frage nach den Bedingungen sozialer Demokratie und die Auswirkungen wachsender sozialer Ungleichheit genauer zu betrachten.

Veranstalter: Attac Ludwigshafen und das Bündnis UmFAIRteilen Mannheim

Sozialticket für Mannheim und die Metropolregion: Jetzt Idee unterstützen

Das Bündnis UmFAIRteilen hat dieses Jahr erneut die Forderung nach einem Sozialticket in die Ideenplattform der Stadt eingestellt. Seit 20 Jahren wird ein Sozialticket von den verschiedensten sozial engagierten Mannheimer Gruppierungen gefordert.

Wir brauchen für den Antrag baldmöglichst 100 UnterstützerInnen, damit er behandelt wird. Hier geht es direkt zu unserer Forderung in der Ideenplattform: Sozialticket für Mannheim und die Metropolregion

Antrag im Wortlaut:
Der Mannheimer Gemeinderat möge beschließen, in der Fortschreibung des Nahverkehrsplans die Verwaltung mit weiteren Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) zu beauftragen, um zusätzlich zur Ermäßigung der bisher in Mannheim geltenden Einzelfahrscheine für Menschen mit geringem Einkommen (Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze) ein verbundweit geltendes Sozial-Monatsticket für die Metropolregion Rhein-Neckar einzuführen. Der Preis („Eigenanteil“ der Nutzer) bei den Sozial-Monatstickets soll dabei den im Regelsatz von Hartz IV enthaltenen Anteil für öffentliche Verkehrsmittel nicht überschreiten.

Begründung:
Damit wird Menschen mit geringem Einkommen die soziale Teilnahme und Teilhabe innerhalb der Stadt Mannheim und über die Stadtgrenzen hinaus ermöglicht, etwa beim Weg zu Behörden, medizinischen Einrichtungen, Jobbewerbungen, kulturellen Veranstaltungen, Familienbesuchen etc.

Neugründung des Bündnisses “Reichtum verteilen – ein gerechtes Land für alle”

Mannheimer Bündnis UmFAIRteilen unterstützt das neue
bundesweite Bündnis „Reichtum verteilen – ein gerechtes Land für alle“

Das seit 2012 aktive Mannheimer Bündnis UmFAIRteilen begrüßt die aktuelle Neugründung des bundesweiten Bündnisses „Reichtum verteilen – ein gerechtes Land für alle“, ist dem Bündnis als Unterstützer beigetreten und wird künftig mit ihm kooperieren – wie auch zahlreiche andere, seit mehreren Jahren existierende regionale und lokale Bündnisse zum Thema UmFAIRteilen, darunter in Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Freiburg, Schwäbisch-Hall, Osnabrück sowie das Netzwerk UmFAIRteilen in Nordrhein-Westfalen.

Bereits im Sommer 2012 hatten sich mehr als 26 Organisationen auf Bundesebene zum Bündnis UmFAIRteilen zusammengeschlossen – von Gewerkschaften bis zu Sozialverbänden, von Umweltorganisationen bis zu Zusammenschlüssen von Studenten und Migrantenverbänden.

Das Mannheimer Bündnis hat diese Arbeit mit vielen Aktionen und Veranstaltungen bis heute fortgesetzt. Wir freuen uns, dass jetzt bundesweit ein sehr breites Bündnis die selbst von konservativen Wirtschaftsinstituten kritisierte katastrophale Vermögensverteilung in Deutschland thematisiert und im Februar 2017 einen Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf vorlegen wird, um die Forderung „Reichtum verteilen – ein gerechtes Land für alle“ öffentlich auf die Tagesordnung zu setzen.

Im Folgenden bringen wir einen kurzen Auszug aus der gemeinsamen Berliner Pressemitteilung des bundesweiten Bündnisses „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle“ vom 18. Januar 2017.

Breites Bündnis kritisiert „obszöne“ Vermögensverteilung in Deutschland und kündigt Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf an

Entschlossene Maßnahmen gegen Ausgrenzung, mehr soziale Sicherheit und mehr Investitionen für Soziales, Bildung, Pflege, Kultur und Jugend fordert ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen in dem gemeinsamen Aufruf “Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!” Zum Bündnis gehören neben Attac, OXFAM, ver.di, GEW, Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband auch die Nationale Armutskonferenz und der Deutsche Mieterbund sowie über 20 weitere bundesweit aktive Organisationen und Initiativen aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen [darunter auch BUND, die Tafeln, die Katholische Arbeitnehmerbewegung und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt]. Das Bündnis wirbt für eine “neue, gerechtere Politik” und fordert die stärkere Besteuerung großer Vermögen, Einkommen und Erbschaften zur Finanzierung des vorgeschlagenen Maßnahmenpaketes. Das Bündnis kündigt einen Aktionsplan zum Bundestagswahlkampf für Mitte Februar an und lädt alle Interessierten ein, sich am Aufbau eines breiten Netzwerkes zu beteiligen und mit eigenen Aktionen einzubringen.

Einzelpersonen und Organisationen können sich auf der Website des Bündnisses ab sofort als Unterstützer/innen registrieren lassen. Die Website enthält auch die vollständige Presseerklärung vom 17. Januar, den gemeinsamen Aufruf des Bündnisses, die Liste der Gründer und Unterstützer des Bündnisses sowie weitere Informationen, siehe: www.reichtum-umverteilen.de